Bürostuhlakrobaten und Vielsitzer - Rückengesundheit am Arbeitsplatz

Das Thema Rückengesundheit am Arbeitsplatz, vor allem bei denjenigen, die viel Zeit in sitzender Position am Schreibtisch und vor dem PC verbringen, ist ein immer wieder aufkommendes und aktuelles Problem. Studien belegen, dass Muskel- und Skeletterkrankungen mit zu den häufigsten Ursachen für Krankheitsausfälle am Arbeitsplatz zählen. Doch wie ist es möglich dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben? Natürlich sind in dieser Hinsicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen gefragt, Maßnahmen zur Verbesserung der Rückengesundheit am Arbeitsplatz einerseits durch den Arbeitgeber anzubieten und andererseits durch den Arbeitnehmer auch in Anspruch zu nehmen. Was den Arbeitgeber betrifft, so liegt es in Deiner Hand ihn auf eventuelle Missstände aufmerksam zu machen und dazu zu bewegen die Arbeitsbedingungen gesundheitsfördernd zu optimieren z.B. durch die Anschaffung eines höhenverstellbaren Schreibtisches, spezieller Bürostühle oder anderer Hilfsmittel. Auch Angebote im Sektor des betrieblichen Gesundheitsmanagements wie z.B. eine innerbetriebliche Rückenschule sind denkbar.

Aber vor allem Du als Arbeitnehmer kannst sehr viel für Deine eigene Rückengesundheit im Betrieb tun. Das Vier-Säulen-Modell des Bundesverbandes deutscher Rückenschulen (BdR) beschreibt folgende Verhaltensempfehlungen für den Arbeitsplatz:

1. Achten Sie auf ihre Körperhaltung!

2. Wechseln Sie möglichst oft ihre Körperhaltung!

3. Pflegen Sie täglich ihre Muskulatur!

4. Bleiben Sie in der psychischen Balance!

Diese vier Säulen beschreiben ganz klar, was Du am Arbeitsplatz beachten solltest. Möglichst oft die Körperhaltung zu wechseln bedeutet in jedem Fall dynamisch zu sitzen (häufig die Sitzposition ändern) und immer wieder aufzustehen und sich kurzzeitig zu bewegen und zu stehen.

Für die tägliche Pflege der Muskulatur am Arbeitsplatz haben wir Dir ein Video mit einer kleinen Auswahl an Übungen zusammengestellt, die du problemlos auch an deinem Arbeitsplatz mit geringem Zeitaufwand erledigen kannst. Vielleicht bringt unser Beitrag Dich ja dazu, über Deine Rückengesundheit nachzudenken und damit einen Anfang zu finden.

Viel Spaß beim Üben!

 

(Quellen: A. Flothow & U. Kuhnt (Hrsg.): Rückengesundheit in der Arbeitswelt. München 2018; H.-D. Kempf (Hrsg.): Die neue Rückenschule. Heidelberg 2014)

Psoas-Training

Hier geht's zum neuen Video mit einigen Kräftigungs- und Dehnungsübungen für den Psoas. Wenn Ihr mehr über diesen Muskel erfahren möchtet, lest Euch zunächst unseren Blog-Beitrag hierüber durch. Viel Spaß dabei!

Die Bedeutung des Psoas in unserem Alltag

Manchmal lohnt es sich kleine Teile unseres Körpers genauer zu betrachten, denn sie können uns, so unscheinbar sie auch sind, große Probleme im Alltag bereiten. Dazu gehört auch der Psoas-Muskel, auf deutsch auch Lenden-Darmbein-Muskel. Eigentlich beschreibt die Bezeichnung eine Muskelgruppe, die aus drei Teilen besteht, die die Wirbelsäule, das Becken und die Beine miteinander verbinden.

Der Psoas ist sogar der einzige Muskel, der den Oberkörper mit Hüfte und Beinen verbindet. Er hat zwei wichtige Funktionen, die sich eigentlich grundsätzlich widersprechen. Zum einen stabilisiert er Ober- und Unterkörper, zum anderen ist er aber auch zuständig für deren Beweglichkeit. 
Durch die direkte Muskelverbindung zwischen Ober- und Unterkörper ist der Psoas an nahezu allen alltäglichen Bewegungen beteiligt, vor allem beim Sitzen wird er extrem gefordert. Und genau hier beginnen die Probleme. Permanentes Sitzen (im Büro, zu Hause, im Auto, vorm Fernseher etc.) prägt unseren Alltag und leider auch unseren Körper. Sitzen bedeutet im Sinne des Psoas langanhaltendes Hüftbeugen ohne Pause, also ständige Arbeit in der Beugung ohne zwischenzeitliche Streckung. Die ständige Anspannung des Psoas führt zu einer "Verkürzung und Verklebung" des Muskels. 
Heißt kurz und gut: Zu langes Sitzen beeinträchtigt Kraft und Beweglichkeit des Psoas in hohem Ausmaß. Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule oder der Leiste und Krämpfe in den Beinen und Füßen können unter anderem Zeichen für einen überlasteten Muskel sein. 
Natürlich ist es möglich all diesen Problemen entgegen zu wirken. Dabei helfen regelmäßige Kräftigungs- und Dehnungsübungen, Gegenbewegungen (Hüfte strecken) und Sportarten wie beispielsweise Yoga und Pilates. Die Klassiker wie Laufen, Schwimmen und Radfahren stellen keinen ausreichenden Trainingsreiz für den Psoas dar.
Um Dir ein bisschen zu helfen, werden wir Dir kommende Woche ein Video speziell mit Übungen für den Psoas zur Verfügung stellen.  

(Quelle: Prof. Dr. I. Froböse & U. Schöber: Das neue Psoas-Training. München 2017)

 

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