Sport und Bewegung bei Hitze

Auch wenn man es sich bei dem momentanen Sommer, der eher kühl und etwas nasser daher kommt, kaum noch vorstellen kann: Es gibt sie, diese extrem heißen Sommertage, wie wir sie in den letzten zwei Jahren häufig erlebt haben. Und natürlich gibt es auch in diesem Sommer Menschen, die dorthin reisen, wo sich große Hitze breit machen kann. Solltet ihr euch trotz sommerlicher Hitze mit hohen Temperaturen sportlich betätigen wollen, ist es grundsätzlich von Vorteil das ganze gut zu planen. Vor allem bei schwül-warmem Wetter lauern Gefahren wie Hitzekollaps oder Hitzeschlag. Bei klarem, wolkenlosem Wetter und ungehinderter Sonneneinstrahlung kann ein Sonnenstich die Folge sein. Sollte man sich trotz allem bei Hitze im Freien bewegen wollen, sind einige vorkehrende Maßnahmen zu treffen. 
Vor der körperlichen Belastung ist es zunächst wichtig nochmal die aktuellen Wetterwerte und Temperaturen zu ermitteln, damit man weiß, was einem bevorsteht. Außerdem sollte man auf ausreichende Ernährung und aufgefüllte Flüssigkeitsspeicher achten. Von großer Bedeutung ist zudem der aktuelle Gesundheitszustand, es sollten keine Magen-Darm-Erkrankungen oder fieberhaften Infekte vorhanden sein.
Während der sportlichen Aktivität ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unumgänglich und bei Belastungen, die länger als eine Stunde dauern, ist auch eine zusätzliche Zufuhr von Kohlenhydraten empfehlenswert. Außerdem ist die Wahl der Kleidung ausschlaggebend, hier bietet sich hochwertige, atmungsaktive und vor allem helle Sportkleidung an. Der Kopf ist bei starker Sonneneinstrahlung zusätzlich zu bedecken und Sonnencreme schützt die Haut vor Sonnenbrand.
Wie ihr vielleicht merkt, sollte sportliche Aktivität bei großer Hitze gut überlegt und geplant sein und vielleicht ist es sogar sinnvoll zu überlegen eher die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden hierfür zu nutzen.
Viel Spaß bei Trainieren, natürlich möglichst bei angenehmen Temperaturen!

(Quellen: P. Wonisch et al (Hrsg.): Kompendium der Sportmedizin - Physiologie, Innere Medizin und Pädiatrie. Wien 2017; R. Rost: Sport und Gesundheit - Gesund durch Sport, gesund trotz Sport. Heidelberg 2013)

Beckenboden - ein Thema für Jedermann/-frau

Eigentlich sollte man meinen, dass das Thema Beckenboden ausschließlich ein Frauenthema darstellt bzw. hauptsächlich junge Mütter nach der Schwangerschaft oder ältere Frauen mit Blasenschwäche betrifft. Doch weit gefehlt, denn der Beckenboden kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen zum echten Problem werden, wenn man diesen doch sehr wichtigen Muskel vernachlässigt.

Die wenigsten Menschen haben eine Vorstellung davon, was der Beckenboden wirklich ist. Es handelt sich um eine sehr wichtige Muskelschicht (siehe Bild), die man in der Regel nicht spürt, wenn sie optimal arbeitet. Die muskulären und bindegewebigen Schichten der Beckenboden-Muskulatur befinden sich im Bereich des Beckens und bilden eine Muskelplatte, die im Normalfall den inneren Organen nach unten Halt gibt. Als sehr komplexes Gebilde ist sie an nahezu allen unseren Bewegungen beteiligt. Sie stützt die inneren Organe und ist zuständig für den Verschluss der Harnröhre und des After (u.a. auch beim Husten, Niesen, Tragen, Heben oder Springen). Außerdem wird der Rücken durch einen starken Beckenboden entlastet und bildet einen wichtigen Teil unseres stützenden Muskelkorsetts, was wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung beiträgt.

Wie ihr vielleicht in diesem nur kurzen Abschnitt bemerkt habt, wird diesem doch eher kleinen Muskel im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle zugeschrieben. Da scheint es fast naheliegend, dass bei einer fehlerhaften Funktion der Beckenboden-Muskulatur (Beckenbodenschwäche/-insuffizienz) zahlreiche Probleme entstehen können wie zum Beispiel klassischerweise die Harninkontinenz (unwillkürlicher Verlust von Urin z.B. beim Niesen oder Husten).

Um diese doch sehr unangenehmen Probleme, die ein schwacher Beckenboden mit sich bringt, nicht erst entstehen zu lassen oder sie, wenn sie bereits vorhanden sind, wieder in den Griff zu bekommen, ist es wichtig die Beckenboden-Muskulatur durch gezielte Übungen zu stärken bzw. die willkürliche Anspannung in alltägliche Kraftübungen einzubauen und ihr so die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken.
Da die meisten Menschen allerdings kaum eine Vorstellung davon haben wie der Beckenboden funktioniert, wie man diesen gezielt an- und entspannt, welche Übungen man machen kann und wie man diese einsetzt, ist es hilfreich sich dabei professionellen Rat und Unterstützung zu suchen.

 

Genau das könnt ihr auch in unserer Praxis. Wir beschäftigen ausgebildete Fachkräfte, die euch bei diesem Thema kompetent mit Rat und Tat zur Seite stehen. Außerdem haben wir einen PC-gestützten Beckenboden-Trainer, der eine adäquate Kräftigung der Beckenboden-Muskulatur unterstützen kann.
Sprecht uns gerne an bzw. vereinbart gerne einen Termin, euer Beckenboden wird es euch danken.

 

10-Tage-Programm

Auf unserem You-Tube-Kanal findet ihr ein 10-Tage-Programm, welches Videos mit Übungsanweisungen zu Themen wie Mobilisation, Koordination, Ernährung u.a. beinhaltet.

Hier geht's zum Begrüßungs-Video

 

Bewegung im Alltag

Wer kennt das nicht? Jeden Tag erleben wir Situationen, in denen wir uns bewusst entscheiden können unsere alltägliche Bewegungsaktivität zu erhöhen oder zu reduzieren. Hier ein paar klassische Beispiele: Nehme ich den Aufzug oder die Treppe? Fahre ich schnell mit dem Auto zum Einkaufen oder nehme ich das Fahrrad? Gehe ich noch eine kleine Runde spazieren oder lege ich mich lieber auf's Sofa?
Solche und andere Beispiele zeigen deutlich, dass wir täglich die Qual der Wahl haben. Aber warum sollten wir uns für mehr Bewegung im Alltag entscheiden? Die Antwort hierauf ist eigentlich ganz einfach: Gesteigerte körperliche Aktivität im Alltag erhöht das Wohlbefinden, kann auch die Gesundheit fördern und uns vor Krankheit schützen.
Ein Sprung zurück in die Geschichte verdeutlicht uns so einiges: Menschen, die in der Steinzeit lebten, legten täglich 40-50 km zu Fuß zurück und das blieb auch so über Millionen von Jahren. Unsere heutige deutlich fortgeschrittene Mobilität (damit sind  nicht die eigenen Füße gemeint) macht uns eher zu trägen und sesshaften Menschen, die sich immer wieder entscheiden müssen, ob sie sich bewegen wollen oder nicht. Die Folgen von zu wenig Bewegung im Alltag sind leider nicht von der Hand zu weisen und reichen von Diabetes über Bluthochdruck bis hin zu erhöhten Blutfettwerten und Übergewicht. 
Um dem Phänomen der Bewegungs-Faulheit zu entfliehen, macht es Sinn die körperliche Aktivität  zu erhöhen. Körperliche Aktivität beinhaltet alles an Bewegung, was über den Grundumsatz des  Körpers hinaus geht und ein Mehrverbrauch an Energie zur Folge hat. Das betrifft also auch alle Bewegungen des Alltags in Beruf, Freizeit, Haushalt oder im Garten. 

Hier ein paar kleine Tipps und Tricks, wie man Bewegung mehr in den Alltag integrieren kann (sofort umsetzbar und mit unmittelbarer Erfolgsgarantie):

1. So viele Strecken wie möglich zu Fuß zurück legen
2. Öfter mal das Fahrrad statt des Autos wählen, gerade wenn es um kurze Strecken geht
3. Treppe steigen statt Aufzug fahren
4. kleine Bewegungseinheiten auch auf der Arbeit integrieren, gerade bei sitzenden Tätigkeiten (z.B. öfter aufstehen, kurzer Spaziergang in der Mittagspause)
5. Regelmäßige kleine Spaziergänge 
6. Verabredungen mit Freunden an der frischen Luft statt drinnen (in Zeiten von Corona sowieso die bessere Alternative)
7. Mit Kindern spielen, wann immer es sich ergibt (sie sind mit ihrem natürlichen Bewegungsdrang ein echtes Vorbild)
8. Aktiv bleiben auch vor dem Fernseher
9. regelmäßige wöchentliche Termine um Sport zu treiben
10 Haus- und Gartenarbeit erledigen

Vielleicht lässt sich der ein oder andere Tipp ja auch in Deinen Alltag integrieren? Solltest Du uns bald wieder in der Praxis besuchen, dann versuch es doch direkt, wenn du die Wahl zwischen 3 Etagen,Treppe oder Aufzug hast!

(Quellen: M. Muster & R. Zielinski: Bewegung und Gesundheit - Gesicherte Effekte von körperlicher Aktivität und Ausdauertraining. Darmstadt 2006)

Sport und Bewegung bei Arthrose

Die Arthrose betrifft mit zunehmenden Alter immer mehr Menschen und stellt leider einen langwierigen und nicht aufzuhaltenden Krankheitsprozess dar. Die Oberflächen des Knorpels in unterschiedlichsten Gelenken (hauptsächlich aber Hüft- und Kniegelenk) werden nach und nach mechanisch zerstört. Ursache hierfür ist häufig ein Missverhältnis zwischen der Beanspruchung und der Widerstandsfähigkeit eines Gelenks. Dieses Missverhältnis kann entstehen durch schwere körperliche Arbeit, überdosierten Sport, Übergewicht und angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen. Ein großes Problem bei der Arthrose ist die Tatsache, dass der Gelenkknorpel nur wenig stoffwechselaktiv ist und sich nicht regenerieren kann. Was ein Mal zerstört wurde, kann nicht wieder hergestellt werden. Und auch mit zunehmendem Alter vermindert sich die Leistungsfähigkeit des Knorpels immer mehr. Die beginnende Arthrose zeigt zumeist nur leichte Schmerzen unter Belastung oder einen sogenannten "Anlaufschmerz". Mit zunehmender Abnutzung des Knorpels verstärken sich die Schmerzen und ein Steifigkeitsgefühl des Gelenks tritt ein. Zudem ist das Knorpelreiben irgendwann deutlich spür- und teilweise hörbar. Im Endstadium der Arthrose verliert das Gelenk seine Funktionsfähigkeit und die häufigste Therapie ist in diesem Fall ist ein künstlicher Gelenkersatz.
Schaut man sich den Verlauf der Arthrose an, so könnte man fast meinen, dass Bewegung und Sport bei diesem Krankheitsbild nicht angebracht sind, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Durch ein dosiertes Training kann man den Verlauf der Arthrose hinauszögern. Körperliche Schonung und Inaktivität hingegen führen zu einem Verlust an Muskelmasse, zu einer Schrumpfung der Gelenkkapsel und zu einer frühzeitigen Verstärkung der Beschwerden.
Da trifft es sich doch gut, dass wir in unserer Praxis ein medizinisches Gerätetraining anbieten, das durch einzigartige Technologie punktet, die sich durch einen hydraulischen Widerstand mit besonders gleichmäßigem Lauf und einem sanften Umkehrpunkt auszeichnet, was ein gelenkschonendes Training möglich macht. So ist es auch mit beginnender Arthrose möglich weiter in Bewegung zu bleiben, die umliegende Muskulatur zu stärken, den Verlauf der Erkrankung hinauszuzögern und somit die Lebensqualität zu steigern.
Bei Interesse kannst Du Dich gerne in der Praxis melden, wir bieten ein kostenloses Probetraining an, um unsere Geräte zu testen und kennenzulernen. 
Außerdem bist Du bei solchen und auch anderen Beschwerden in einer unserer Rehasport-Gruppen bestens aufgehoben, denn auch dort findet ein gezieltes Funktionstraining mit Rücksicht auf Deine aktuelle Leistungsfähigkeit statt. 

(Quellen: R. Huch & C. Bauer (Hrsg.): Mensch Köper Krankheit. Jena 2003; M. Halle et al. (Hrsg.): Sporttherapie in der Medizin - Evidenzbasierte Prävention und Therapie. Stuttgart 2008;
Internet: https://www.excio.de/)

 

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